Patrick Müller • 9/8/2026 • 11 min read
Okinawa
Zwischen Hibiskus-Blüten 🌺 und Shisa-Statuen ging es mit oder ohne Auto zu schönen Stränden, dem Churaumi-Aquarium und der Kokusai-Straße.

👀 Überblick
- Wann: 08.09. – 12.09.2026
- Wo: Okinawa - Naha - Tokyu REI Hotel
🔥 Highlights
- Das Churaumi-Aquarium war sehr spontan geplant aber dennoch eins der schönsten Momente von Okinawa.
- Der Linksverkehr war ein Erlebnis für sich. Nun kann ich auch auf Japan Auto fahren.
- Die Hibiskus-Blüten und Shisa-Statuen waren überall und sind schöne Markenzeichen Okinawas.
- Den Naminoue-Schrein und die coole Aussicht von der Brücke aus muss man auch gesehen haben.
Inhalt
Anreise · Ankunft in Okinawa
Drei Uhr morgens und schon klingelt der Wecker. Das ist aber kein Problem, denn es geht nach Japan, Okinawa 🌺🌊. Noch schnell alles packen und richten, damit wir um 4 Uhr zur Bushaltestelle in Myeongdong kommen und den Airport Bus erwischen. Dies haben wir schön am Abend davor gecheckt, also geschaut, wo die Haltestelle ist und ob da auch wirklich der Bus fährt. So konnten wir unbesorgt schlafen.
Die Busfahrt von Myeongdong nach Incheon verlief dann ohne Probleme und hat uns dann beim Terminal 2 rausgelassen. Dort haben wir nochmal festgestellt, wie groß dieser Flughafen ist (größer als der Frankfurter Flughafen). Das führte dann auch dazu, dass die Sicherheitskontrolle länger ging. Und komischerweise musste ich dort zum ersten Mal meine Hörgeräte ausziehen bevor ich kontrolliert wurde. Meine Uhr musste ich aber nicht ausziehen. 😂
Ansonsten lief alles gut, bis auf, dass wir kurz auf den bequemen Sitzbänken eingeschlafen sind 😅. Der Flug startete im Gegensatz zum Lufthansa-Flug pünktlich und hat uns trotz der kurzen Dauer mit einem leckeren Essen verpflegt. Die Technik im Korean-Air-Flug war auch super, denn ich konnte einfach meine Hörgeräte per Bluetooth verbinden und einen Film schauen.
Nach schnellen 2,5 Stunden sind wir in Okinawa angekommen und wurden erst einmal von der Hitze begrüßt. Schöne 30 Grad bei hoher Luftfeuchtigkeit 😅.
Das hat uns aber nicht aufgehalten, denn wir sind schnell dazu gekommen Geld abzuheben und einen FamilyMart aufzusuchen, um die Übersetzung des Führerscheins zu drucken, welche ich im Voraus über VPN beantragt habe. Dies ist auch der günstigste Weg, da die Lösung über den ADAC gute 60€ pro Person kostet, während es auf direktem Wege nur 6000¥ + 40¥ Druckerkosten kostet. Das sind dann ca. 33€. Gut zu wissen: der Drucker nimmt nur maximal 1000¥ Scheine.
Damit ging es dann zum Shuttle, welches uns zum Mietwagen gebracht hat. Nach dem Bürokratekram ging es dann zum ersten Mal auf die Straßen von Japan und somit zum ersten Mal in den Linksverkehr .

Ich habe mich gefühlt wie ein Fahranfänger 😂. Solange man geradeaus fährt ist alles gut, aber beim Abbiegen muss man schon stark umdenken. Am vorsichtigsten sollte man dann beim Rechtsabbiegen sein.
Wir sind direkt zum Hotel, denn dort gab es ein Parkhaus gegenüber. Dieses haben wir genommen und sind dann erst mal im Hotel einchecken gegangen.

Danach haben wir alles aus dem Auto geholt und uns frisch gemacht. Dann mussten wir erstmal etwas essen. Sushiro (スシロー) war das erste Ziel und oha war das toll. Super günstig, 30€ für zwei Personen und super leckeres Sushi. Kaiten-Sushi also das über ein Laufband zu uns kam. Dazu hatte dieses Sushi Restaurant riesige Tablets zum bestellen, was sehr cool war.

Man konnte dort sogar während des Essens, nachdem man genug bestellt hatte, kleine Minispiele spielen und kleine Preise gewinnen, wobei wir auch ein paar gewonnen haben. Ein Japaner neben uns hat auch was gewonnen und es uns einfach geschenkt.
Dann ging es noch zu unserem ersten Don Quijote. Und dieser Laden hat wortwörtlich einfach alles! Und das war ja noch nicht mal ein Mega Don Quijote.

Danach ging es einfach nur ins Bett 🛌.
Tag 1 · Roadtrip
Die Konbinis in Japan gefallen uns noch besser, da diese zusätzlich Toiletten haben. Zum Glück sind bei uns am Hotel direkt zwei davon. Einmal 7-Eleven und Lawson. Deswegen waren wir auch direkt dort und haben uns Onigiris zum Frühstück gegönnt. Wie auch in Seoul, waren die Konbinis unsere Motoren, da wir diese jeden Tag besucht haben. In Japan gibt es 7-Eleven, Lawson und FamilyMart.

Dann ging’s zum Auto und damit auch Richtung Strand. Während der Fahrt haben wir einfach gemerkt, wie anders die Autos hier in Japan bzw. Okinawa aussehen. Die meisten sind einfach sehr eckig und sehen aus wie ein Block aus dem die Motorhaube vorne herausragt. Dazu sind diese Autos auch noch sehr schmal. Stromlinienförmig sind diese Autos definitiv nicht. Das müssen sie aber auch gar nicht sein, denn auf Okinawa darf man eh nicht schneller als 80km/h fahren. Meistens fährt man aber nur 40km/h. Auf manchen dieser Straßen wo man nur 40 fahren darf, hätte man in Deutschland auch 80km/h fahren können. Bezüglich des Linksverkehrs kann ich sagen, dass man das auf jeden Fall schaffen kann. Man muss nur darauf achten, finde ich, dass man nicht zu sehr nach links driftet wenn man geradeaus fährt, da man es gewohnt ist, auf den deutschen Straßen links im Auto zu sitzen. Außerdem sitzt der Blinker auf der rechten Seite vom Lenkrad, weswegen man zu Beginn öfter mal die Scheiben wischt, anstatt zu blinken 😭. Ich schätze somit enttarnt man sich im Straßenverkehr als Tourist. Was man auch noch beachten muss, ist, dass die Ampeln horizontal sind 🚥 und hinter der Kreuzung sind. So muss man sich nicht den Kopf verrenken wenn man auf die Ampel schaut, bis sie grün wird.
Als wir dann endlich angekommen sind, mussten wir erst mal staunen, wie klar und türkis das Wasser war.

Das Wasser war auch super warm und Korallen gab es auch mit Korallenfischen.
Nach dem Besuch am Strand ging es weiter Richtung Okinawa Churaumi Aquarium. Eines der größten Aquarien der Welt. Und das zu Recht, denn dieses Aquarium beinhaltet ein so großes Wasserbecken, dass dort sogar ein Walhai gehalten werden kann.

Nicht nur der 8,8m große Walhai war beeindruckend, sondern auch die ganzen Rochen.
Nach dem Aquarium ging es noch weiter nördlich zu einem weiteren Strand, um ein paar Bilder zu machen.

Dann ging auch bald schon die Sonne unter, weswegen wir uns auf den Weg nach Hause gemacht haben. Dabei sind wir noch kurz zu einem Aeon Supermarkt gefahren. Dort haben wir uns Sushi-Sets 🍱 geholt. Dies ist abends nochmal billiger, da diese dann immer im Rabatt sind.

Anschließend sind wir nach Hause gefahren und haben während der Fahrt mehrere Flughunde gesehen.
Tag 2 · Kokusai Street
Leider mussten wir das Auto an diesem Tag schon um 10 Uhr abgeben, weswegen wir das auch direkt gemacht haben. Davor musste das Auto aber noch getankt werden. Zum Glück gab es in der Nähe eine gute, aber alte Tankstelle, mit Service. Alles was man machen muss, ist, zu sagen, dass sie voll tanken sollen. Dann muss man nur noch bezahlen, ohne ein einziges Mal aussteigen zu müssen.
Nachdem wir dann das Auto abgegeben haben, sind wir von dem Autoverleih zu einer Haltestelle der Einschienenbahn Yui Rail gefahren worden.

Von dort aus sind wir dann wieder Richtung Hotel und haben dann gemerkt, dass die Haltestelle am Hotel einfach direkt mit unserem Hotel über mehrere Brücken verbunden ist. Gut zu wissen für unsere Abreise.
Die Konbinis dürfen natürlich nicht fehlen, weswegen wir zu dem Lawson an unserem Hotel gegangen sind und uns ein kleines Frühstück zubereitet haben.

Anschließend sind wir zur Kokusai-dori Straße gelaufen, welche nur ca. 500 m von unserem Hotel entfernt ist und die Shopping-Straße von Naha ist.

Los ging es mit den ikonischen Beni-imo-Tartes aus Okinawa. Welche wir bei dem ganzen Trubel der Straße noch gar nicht probiert haben, morgen ist es dann aber so weit 😅.

Der Straße weiter folgend, haben wir viele typische Touristenläden abgeklappert und das eine oder andere Souvenir gekauft. Bis wir zum ersten Don Quijote in dieser Straße gekommen sind, welcher sogar noch größer ist als der bei uns um der Ecke.

Also noch mehr Reizüberflutung. Aber diese Läden sind einfach so cool und gehören zu einer Japan-Reise dazu. Wir haben ja nur ganze zwei Stunden darin verbracht, was echt nicht viel ist oder 😅? Dort haben wir auch unsere erste Tax-free-Tüte bekommen, womit wir die gekauften Produkte erst wieder in 3 Wochen sehen 🫡.
Nachdem wir es dann endlich aus dem Don Quijote geschafft haben, sind wir Richtung Makishi Market gelaufen und haben dort lila Süßkartoffeleis und eine bestimmte Onigiri-Art gegessen. Bei den Onigiris handelt es sich um ポ-クたまごおにぎり.


Der Makishi Market ist ein Fisch-/Fleischmarkt, der für seinen guten Fisch bekannt ist. Jedoch werden dort auch viele lebende Hummer, Krebse und Muscheln gehalten, was einerseits krass anzusehen ist, da dort wirklich große Hummer und Krebse waren. Andererseits jedoch ist dies traurig anzusehen, da diese Tiere leiden.
Dort haben wir dann im zweiten Stock Sushi probiert und auch Umibudo Sea Grapes gegessen.

Anschließend musste ich mal meine Duolingo Skills auspacken 😂 und
このすしはおいしいです。
sagen. Was so viel bedeutet wie, dass das Sushi lecker war. Die Kellnerin hat mich verstanden und hat sich gefreut 😁.
Das nächste Highlight war nur ein bisschen weiter die Straße entlang. Unser erster Pokémon-Gully, von Arkani.

Dieses Pokémon ist das offizielle Support-Pokémon von Okinawa, da es an den traditionellen Shisa-Statuen orientiert ist.
Dann ging es die Shoppingstraße wieder zurück Richtung Hotel, aber nun auf der anderen Seite, geprägt von vielen Touristenläden und noch einem Don Quijote, welchen wir natürlich besucht haben.
Zum Abschluss sind wir wieder in ein Sushiro (スシロー) gegangen und haben Sushi gegessen. Dieses Sushiro hatte leider nicht diese riesigen Tablets, sondern eher kleinere und auch keine Minispiele.
Auf dem Heimweg nach dem Essen hat es einfach geregnet, wodurch man diesen schönen Geruch eines warmen Sommerregens riechen konnte.
Tag 3 · Strandtempel
Um den letzten Tag auf Okinawa zu genießen, haben wir geplant, an einen Strand in Naha zu gehen. Dafür mussten wir ca. 30 Minuten von unserem Hotel aus zum Strand laufen. Auf dem Weg sind wir an einem Aeon Supermarkt vorbeigekommen und haben Sushi und Blue Seal Eis gekauft. Blue Seal ist eine Eismarke aus Okinawa. Die Sorte Shikuwasa hat uns dabei am besten geschmeckt. Der Geschmack erinnert einen an Limetten. Shikuwasa ist ebenfalls aus Okinawa und eine Zitrusfrucht.

Nach dem Eis war der Weg zum Strand nicht mehr lang, denn nach 2 Minuten waren wir auch schon da. Direkt ist uns aufgefallen, dass das Wasser hier leider nicht so klar war, wie an manch anderen Stellen.

Nichtsdestotrotz sind wir ins Wasser, denn wir haben die Abkühlung dringend gebraucht. Obwohl das Wasser laut Apple Watch 29°C warm war, war es eine gute Abkühlung. Der Strand war auch relativ klein und wenig besucht. Trotzdem gab es drei Bademeister und ein Netz um den Schwimmbereich herum, welches uns vor gefährlichen Quallen geschützt hat.
Nach einer Weile im Wasser hat es plötzlich angefangen zu regnen. Dies haben wir als Zeichen gesehen, aus dem Wasser zu gehen, auch weil unsere Sachen nur mit einem Handtuch bedeckt waren. Schnell sind wir unter unsere Regenschirme und haben uns in den WCs umgezogen. Währenddessen hat der Regen immer mal wieder aufgehört, um dann erneut zuzuschlagen 🌦️.
Direkt neben dem kleinen Strand befindet sich der Naminoue-Schrein, den wir uns kurz angeschaut haben und uns dort mit heiligem Wasser die Hände gewaschen haben.

Dort befanden sich, wie auch überall sonst auf Okinawa, traditionelle Shisa-Statuen, welche zum einen böse Geister vertreiben sollen und zum anderen das Glück und den Wohlstand im Haus behalten sollen. Deswegen gibt es eine männliche und eine weibliche Form dieser Statuen. Die weibliche Statue hat einen geschlossenen Mund und sorgt für das Glück, während die männliche Statue einen offenen Mund hat und brüllt und somit die bösen Geister verscheucht.

Hinter dem Tempel befindet sich noch eine Brücke, von welcher aus man bessere Bilder machen konnte, weswegen wir uns auf den Weg dahin gemacht haben. Dabei haben wir einfach wieder festgestellt, wie ernst die Japaner es mit den Blindenleitsystemen nehmen. Denn so gut wie jede Straße hat diese besonderen Steine im Boden. Auch die Ampeln machen immer laute Geräusche, wenn sie grün sind.

Von der Brücke aus sah der Naminoue Schrein so aus:

Von dort aus sind wir dann mit einem Uber nach Hause gefahren, da es so warm und schwül war. Im Hotel angekommen, haben wir uns nochmal kurz frisch gemacht, um dann erneut zur Kokusai-Straße zu gehen. Dort haben wir dann einen Shisa-Cookie-Laden besucht und ein paar Kekse probiert, welche es nur dort zu kaufen gibt.

Zum Abschluss ging es nochmal zum Naminoue-Schrein, da uns dieser Ausblick so gut gefallen hat, und um noch ein paar Bilder machen zu können.

Das war’s leider auch schon mit Okinawa. Wir hätten hier ruhig noch ein paar Tage länger bleiben können, um noch ein paar Strände mehr besichtigen zu können oder auch auf andere nahegelegene kleinere Inseln fahren zu können. Oder mit dem Auto hätten wir noch mehr von der Insel besichtigen können. Somit müssen wir auch hier nochmal hinfliegen 😁.
沖縄県はかっこいいです! (Okinawa ist cool!)
