Patrick Müller • 9/12/2026 • 8 min read

Osaka

Vom traditionellen Tempel bis zur modernen Dotonbori-Straße hat Osaka uns in kürzester Zeit viel geboten. Auch kulinarisch wird Osaka seinem Ruf als Küche Japans gerecht.

Darumas

👀 Überblick

  • Wann: 12.09.–14.09.2026
  • Wo: Osaka - APA Hotel

🔥 Highlights

  • Der Katsuo-ji Tempel hat uns sehr begeistert und ist für uns das Highlight von Osaka gewesen. Die ganzen kleinen Darumas haben dem Tempel so eine coole Atmosphäre gegeben.

Inhalt


Anreise · Ankunft in Osaka

Die Abreise von Okinawa war deutlich entspannter als die von Seoul, da unser Flug erst um 14:55 abgeflogen ist. Somit konnten wir deutlich länger schlafen als in Seoul. Ich bin um 9 Uhr aufgestanden und wir haben uns dann ganz entspannt zum Lawson begeben, um ein letztes Mal auf Okinawa zu frühstücken. Dabei durften Yakult, Onigiris, Eggosandos und Ramen nicht fehlen 🍜.

An der Yui Rail Haltestelle haben wir dann endlich unsere ersten Eki-Stempel gesammelt. Am Flughafen gab es dann sogar eine Stempel-Rallye, die wir komplett gemacht haben. Das Endergebnis ist dabei echt sehr schön geworden und stellt den Naminoue-Schrein dar.

Stempel

Darauf folgte wieder die übliche Prozedur vom Check-in und der Sicherheitskontrolle. Das haben wir nun schon so oft gemacht, dass dies jedes Mal souverän funktioniert.

An einer Vending-Machine haben wir noch eine Cola mit Okinawa-Motiv gefunden.

OkinawaCola

Im Anschluss haben wir uns noch 15 Minuten auf einem Massagestuhl entspannt, da diese hier nur 300 ¥, also ca. 2 € gekostet haben.

MassageStuhl

Sehr entspannt sind wir dann zum Gate gelaufen und haben ein Flugzeug mit Pokémon entdeckt 🤩.

PokemonFlugzeug

Nicht nur außen, sondern auch im Flugzeug sind Pokémon’s, denn das Sicherheitsvideo war auch voll von Pokémon. Nicht nur das, das Video hatte auch eine Dolmetscherin für schwerhörige Menschen 💪.

PokemonImFlugzeug

Unser kürzester Flug verlief entspannt, jedoch mussten wir dann bei der Kofferausgabe lange warten, da die Koffer einerseits langsam ausgegeben wurden und andererseits unsere Koffer wirklich die letzten waren 🫡. Dafür wurden die Koffer mit höchster Sorgfalt behandelt, denn eine Mitarbeiterin hat bei der Ausgabe jeden einzelnen Koffer abgefangen, sodass dieser nicht stark aufprallt. Zum Glück folgte keine Einreisekontrolle, da dies ein Inlandsflug war.

Auch hier in Osaka ging unsere Stempeljagd weiter, weswegen wir direkt zu einem Infostand gelaufen sind. Es kam wie gerufen, denn genau dort befanden sich die Stempel. Sticker gab es gratis dazu 💪. Anscheinend gibt es hier an jeder Haltestelle solche Stempel, jedoch haben wir nicht immer welche gefunden. Das liegt wohl daran, dass manche Haltestellen einfach unnormal groß sind 😅.

Um anschließend zum Hotel in Osaka-Umeda zu gelangen, mussten wir erst einmal mit der Monorail eine Haltestelle fahren und dann umsteigen, da es keine direkte Verbindung vom Flughafen nach Osaka gibt. Um darauf zu kommen, haben uns 2 nette Japaner geholfen.

Eisenbahn

Jedoch mussten wir dann noch einmal an der Osaka-Umeda Haltestelle umsteigen. Das war anstrengend 😅, denn mit insgesamt vier Koffern und 2 Rucksäcken lässt es sich nicht so einfach durch diese gigantische Haltestelle navigieren. Gefühlt sind wir eine halbe Stunde durch diese U-Bahn-Station gelaufen 🫡. Nachdem wir dann endlich unsere nächste U-Bahn-Haltestelle gefunden haben, ging es letztlich Richtung Hotel.

APAHotel

Wir waren so hungrig, weshalb wir einfach all unsere Sachen schnell im Hotelzimmer abgelegt haben und dann direkt zur Shinsekai-Straße gefahren sind.

Osaka wird auch Japans Küche genannt 🐙

Die wohl bekanntesten Gerichte aus Osaka sind Takoyaki und Okonomiyaki.

  • Takoyaki sind kleine Teigbällchen, welche mit Tintenfisch-Stücken gefüllt sind und mit verschiedenen Saucen getoppt werden. Dazu werden die Bällchen mit Bonitoflocken (getrockneter Thunfisch) getoppt. Takoyaki
  • Okonomiyaki erinnert mich an einen Reibekuchen, jedoch ohne Kartoffeln, sondern mit Teig, Kohl, Frühlingszwiebeln und Fleisch. Es gibt von diesem Gericht viele Variationen, so dass wir sogar eins mit Nudeln gegessen haben.

Diese Gerichte sind super lecker, man muss nur aufpassen, dass man sich nicht verbrennt, denn diese Takoyaki sind zu Beginn sehr heiß 🔥. Außerdem kann es sein, dass man denkt, dass die Takoyaki nicht durch sind, da sie von innen sehr weich sind. Keine Sorge, die Konsistenz ist genau richtig so 😁.

Nicht nur Essen beinhaltet diese Straße, sondern auch den Tsutenkaku-Tower.

TsutenkakuTower

Als wir dann am Ende der Shinsekai-Straße angelangt sind, konnten wir schon das Lied vom Don Quijote hören 🎶. Fast schon magisch wird man angelockt, diese Läden zu besuchen. Wir konnten nicht widerstehen und haben den Don Quijote betreten 😂. Dies war unser erster Mega Don Quijote! Dieser Laden war die reinste Reizüberflutung, wobei man immer wieder etwas Neues Cooles entdecken kann.


Tag 1 · Osaka Speedrun

Ok, heute musste es schnell gehen ⚡️! Wir haben nämlich nur einen Tag in Osaka Zeit gehabt.

Also schnell zum FamilyMart, denn ohne Konbini zum Start des Tages geht’s einfach nicht mehr. Mit vollem Magen fuhren wir in Richtung Shin-Osaka, der Shinkansen-Haltestelle. Dort werden wir morgen das erste Mal in einen Shinkansen steigen.

Ok genug Ablenkung, unser erster Stopp war ein besonderer Käsekuchen aus Osaka. Rikuro’s Käsekuchen heißt der Laden. Dies sind sehr fluffige Käsekuchen, die man dort frisch aus dem Ofen kaufen kann. Ein ganzer hat ca. 5 € gekostet. Mega günstig und super lecker hat er geschmeckt.

Rikurokäsekuchen

Wir durften keine Zeit verlieren, somit haben wir den Kuchen einfach an einer Metro-Haltestelle gegessen.

Leider hat sich herausgestellt, dass dies ein Fehler war, da wir den Käsekuchen auch einen Tag später locker holen könnten 🥲.

Sobald wir genug vom Kuchen hatten, sind wir in die Metro gestiegen und anschließend in einen Bus umgestiegen, der uns zum Katsuo-ji-Tempel gebracht hat. Den Bus kann man nur mit Bargeld oder einer IC-Karte bezahlen. Wer also nur mit einer Kreditkarte dort ankommt, hat Pech gehabt 🫡. Wir hatten Bargeld dabei 😅. Somit konnten wir den Berg hinauffahren.

Am Katsuo-ji wurden wir direkt von einem riesigen Daruma begrüßt.

RiesenDaruma

Darumas sind traditionelle japanische Glücksbringer und symbolisieren, dass man niemals aufgeben sollte. Denn sie sind so geformt, dass sie sich nach dem Umfallen immer wieder von selbst aufrichten.

Direkt zu Beginn haben wir noch eine kleine Karte zum Stempeln bekommen. Möge die Stempeljagd beginnen! Dafür ging es als erstes durch ein großes Eingangstor.

Eingang

Gefolgt von einigen Treppen, wobei links und rechts überall kleine Darumas zu entdecken waren.

TreppeMitDarumas

Von der Treppe aus hatte man auch schon einen schönen Blick auf die Pagode des Katsuo-ji.

Pagode

Nach der Treppe folgte auch schon der erste Stempel. Wie in Okinawa auch, stempelt man hier eine Karte mehrfach, womit sich dann am Ende ein schönes farbiges Bild ergibt. Zu unserer Linken folgte erneut eine Treppe, welche ein sehr bekannter Fotospot ist, da hier wohl die größte Ansammlung von Darumas liegt.

DarumaTreppe

DarumaTreppe

Wie man auf den Bildern sehen kann, sind die Augen der Darumas ausgemalt. Dahinter steckt ein weiteres traditionelles Ritual, denn Darumas sollen einem auch dabei helfen, seine Ziele zu erreichen. Dafür manifestiert man sein Ziel, indem man es auf den Rücken des Darumas schreibt und das rechte Auge ausmalt. Sobald man das Ziel erreicht hat, darf man das zweite Auge ausmalen.

Die ganzen Darumas hier an dieser Treppe symbolisieren also die bereits erreichten Ziele vieler Menschen!

Weiter ging es in Richtung Haupthalle, wo wir eigene Darumas kaufen und unseren nächsten Stempel holen konnten.

Haupthalle

Von hier aus hatte man einen schönen Ausblick auf das zuvor besuchte Eingangstor:

BlickAufEingangstor

Unser Daruma mit der Pagode im Hintergrund:

DarumaPagode

An der Pagode angekommen, haben wir den nächsten Stempel gefunden und Fotos von der Pagode gemacht.

PagodeNah

Die Darumas sind wirklich überall, wie viele kann man wohl auf dem nächsten Bild finden?

DarumaSuche

Zu guter Letzt haben wir endlich die letzten Stempel-Stationen gefunden und das Bild finalisiert. Ihr fragt euch nun bestimmt, wie das finale Bild aussieht:

DarumaStempel

Auf dem Rückweg haben wir noch einen kleinen Platz gesucht, an dem wir unseren Daruma zurücklassen, damit unsere Wünsche in Erfüllung gehen können. Unser Daruma befindet sich von der Mitte aus links im Bild und hat einen schönen Ausblick auf die Pagode:

DarumaPlatz

Zum Abschluss des einzigartigen Tempels haben wir Koi-Fische gesehen und im Shop ein paar Souvenirs gekauft.

Koi

Insgesamt hatten wir mit dem Tempel sehr viel Glück gehabt, da es kurz nach dem Verlassen des Tempels angefangen hat zu regnen.

Das nächste Ziel in unserem Osaka-Speedrun war der Namba Yasaka-Schrein. Doch leider hat uns hier die Entscheidung, den Kuchen zu essen, eingeholt, denn wir sind kurz nach 17 Uhr angekommen… Der Schrein war somit leider schon geschlossen 🥲.

NambaYasakaSchrein

Wieder ein Grund mehr, erneut nach Japan zu kommen 😁. Der nächste Schritt im Speedrun war also die bekannte Dotonbori-Straße von Osaka. Auf dem Weg dorthin, haben wir einen etwas längeren Abstecher zum Pokémon-Center gemacht, das sich im neunten Stockwerk einer großen Mall befindet.

PokemonCenter

Wir sind so lange dort drinnen gewesen, dass wir schon aufgefordert wurden, zu den Kassen zu gehen. Der Kassierer war sehr nett und hat sich mit uns gefreut, als wir einen kostenlosen Sticker bekommen haben, den wir unbedingt haben wollten 😁.

Letztendlich sind wir in der Dotonbori-Straße angekommen. Es war schon lange dunkel, was umso besser war, da diese Straße dann spektakulärer aussieht.

DotonboriStraße

DotonboriKrabbe

Diese riesige Krabbe bewegt sich sogar und gehört zum bekannten Kani-Doraku-Restaurant. In derselben Straße finden sich viele weitere solcher Statuen, wie zum Beispiel Riesen-Tintenfische oder Drachen wieder. Wir sind in ein Restaurant gegangen, welches ein riesiges Baby als Statue hatte. Dort haben wir die verschiedenen bekannten Gerichte aus Osaka essen können. Unter anderem auch Kobe-Fleisch. Jedoch kennen wir uns mit Fleisch nicht gut genug aus, um sagen zu können, dass dieses Fleisch sehr hochwertig ist. Was wir aber sagen können, ist, dass es sehr lecker war 😋.

DotonboriAussicht

Darauf ging es mit diesem Ausblick in Richtung des Mega Don Quijote, welcher sogar ein Riesenrad besitzt.

DotonboriDonki

Leider waren wir auch für das Riesenrad zu spät, welches wir gerne gefahren wären. Dennoch war Osaka eine echt coole Stadt mit einem der einzigartigsten Tempeln, die ich bis jetzt besichtigt habe. Dotonbori erinnerte uns mit den ganzen Werbetafeln an den Times Square aus New York. Vom Gefühl her würde ich sagen, dass die Dotonbori-Straße größer als der Times Square ist.

Der Speedrun war nicht ganz so erfolgreich, aber das, was wir gesehen haben, hat uns sehr gut gefallen. Hoffentlich werden wir das erneut machen, aber vielleicht nicht als Speedrun 😅.

ZweiDarumas